Über uns

Wer oder Was ist der Verein PRO Förderschule e.V. ?

Der Verein "PRO Förderschule e.V." geht hervor aus einer Initiative von Claudia Pilger, Bianca von der Weiden und Vera Greifzu-Schneider. Sie bilden gemeinsam mit engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern die Interessengemeinschaft "Pro Förderschule", deren Gründungstreffen am 24.01.2011 in Bingen-Büdesheim stattfand. Am 08.06.2011 wurde daraus der Verein "Pro Förderschule".

Einsetzen will sich der Verein für den Erhalt und Ausbau förderpädagogischer Kompetenz an Förder- und Schwerpunktschulen.

Darüber hinaus verstehen wir uns als Anlaufstelle für ratsuchende Eltern und Interessierte und würden uns deshalb über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits freuen.

Worum geht es

Am 26. März 2009 trat das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland in Kraft. Nachdem die rheinland-pfälzische Landesregierung als erstes Bundesland am 25. März 2010 einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention vorgelegt hat, ist ein reger Diskussionsprozess in Gang gekommen. Bildung als elementarer Bestandteil der Behindertenrechtskonvention gilt als Schlüssel zur Selbstbestimmung und aktiven Teilhabe.  Der Aktionsplan gibt die Vision eines lebenslangen gemeinsamen Lernens aus: „Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen besuchen die gleichen Schulen wie nicht beeinträchtigte Kinder in der Gemeinde, nachdem sie zuvor gemeinsam in denselben Kindertagesstätten waren ...“ Als Maßnahme wird u.a. der kontinuierliche Ausbau der Schwerpunktschulen unter Einbeziehung aller Schularten genannt.

Die Akzeptanz von Anderssein und Verschiedenheit sowie der Umgang mit Vielfalt – das Einbeziehen aller Menschen in die Gemeinschaft - sind gesellschaftliche Verpflichtung und Aufgabe. Doch neben dem politischen Willen, das gemeinsame Lernen von behinderten und nichtbehinderten Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, bedarf es personeller, sächlicher und räumlicher Grundlagen. Bei allen Maßnahmen, die Kinder mit Behinderungen betreffen, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist (Art. 7 der UN-Konvention). Viele Schwerpunktschulen bieten derzeit keine adäquate Infrastruktur, um beeinträchtigte Kinder in ihren individuellen Stärken und Besonderheiten zu unterstützen – dafür viel zu große Klassen und sonderpädagogisch nicht ausreichend qualifiziertes Personal. Dagegen zeichnen sich vorhandene Förderschulen durch ihre spezifischen sonderpädagogischen Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote aus. Sie arbeiten mit Partnern aus Medizin, Sozial- oder Jugendhilfe eng und erfolgreich zusammen.

Die öffentliche Meinung gibt leider ein völlig verzerrtes Bild der Schulwirklichkeit wider.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Verein PRO Förderschule e.V. gegründet, bestehend aus Eltern beeinträchtigter Kinder und unterstützt von Fachleuten wie Ärzten und Therapeuten. Der Verein Pro Förderschule e.V. will sich mit einer konkreten Grundposition in die rheinland-pfälzische Bildungspolitik einbringen und eine allzu einseitige Diskussion inhaltlich neu beleben.